KRYOKONSERVIERUNG: Bezeichnet die Lagerung von Zellen und Geweben durch Abkühlung auf Temperaturen unter Null, wodurch alle biologischen Aktivitäten für eine zukünftige Verwendung gestoppt werden.

  • 1984: Erste Lebendgeburt aus einem gefrorenen-aufgetauten menschlichen Embryo.

  • 1986: Erste Lebendgeburt aus einer gefrorenen-aufgetauten menschlichen Eizelle.

Im IVF-Labor eingefrorene Zellen und Gewebe:

  • Gameten (Eizelle und Sperma)

  • Hoden- und Eierstockgewebe

  • Embryonen (2PN - Furchungsstadium - Blastozyste)

Vitrifikation: Heute hat die Vitrifikation (Blitzfrieren) das alte "Slow Freezing" ersetzt. Dabei werden Embryonen schockartig eingefroren, was die Qualität besser schützt und die Erfolgschancen erhöht. Die Lagerung erfolgt bei -196 °C.

Vorteile:

  • Flexibilität: Embryonen können eingefroren werden, wenn die Gebärmutterschleimhaut im aktuellen Zyklus nicht bereit ist.

  • Komfort: Für weitere Versuche sind keine erneuten Hormonspritzen oder Eizellentnahmen nötig.

  • Medizinische Sicherheit: Bei Überstimulation (OHSS) oder Polypen schützt das Einfrieren die Gesundheit der Mutter.

Rechtliches: Embryonen können mit schriftlicher Genehmigung bis zu 5 Jahre gelagert werden; eine Verlängerung ist über das Gesundheitsministerium möglich.