Beratung Zur Sexuellen Gesundheit
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In diesem Abschnitt zur sexuellen Gesundheit der Frau wird über Vaginismus gesprochen — ein Zustand, der als „stiller Schrei“ beschrieben werden kann und die Frau selbst sowie ihre Beziehung zu ihrem Partner beeinflusst, obwohl er oft nicht offen ausgesprochen wird.
Vaginismus ist die unwillkürliche Verkrampfung der Muskeln in und um die Vagina, wodurch Geschlechtsverkehr unmöglich wird. Dieses Problem kann auch dazu führen, dass gynäkologische Untersuchungen oder die Verwendung von Tampons unmöglich werden.
Leider ist die genaue Antwort auf diese Frage nicht bekannt. Frauen mit Vaginismus sollten jedoch eines sehr gut wissen: „Sie sind nicht die Einzige, die dieses Problem erlebt!“
Die wichtigste Beschwerde bei Vaginismus ist die Unfähigkeit, Geschlechtsverkehr zu haben. Oft wird dieses Problem nicht ausgesprochen, da gesellschaftliche Erwartungen an die Ehe dazu führen können, dass die Frau das Gefühl hat, ihre „Pflicht als Frau (!)“ nicht erfüllt zu haben, was sie tief verletzen kann.
Die Unfähigkeit zum Geschlechtsverkehr kann in unterschiedlichem Ausmaß auftreten. Manchmal tritt die Verkrampfung bereits auf, wenn der Penis die Vulva berührt; manchmal entsteht sie erst, wenn der Penis teilweise in die Vagina eindringt. Häufig wird es so beschrieben: „Es fühlt sich an, als gäbe es eine Wand oder Enge dort, wo der Penis in die Vagina eindringen soll.“ Die Verkrampfung geht zudem mit Schmerzen im unteren Bereich einher.
Manche Frauen mit Vaginismus gewöhnen sich daran, Berührungen am Scheideneingang zuzulassen, obwohl sie keine Penetration erlauben. Auf diese Weise versuchen sie, ihre sexuellen Bedürfnisse durch Reibung — auch „Padding“ genannt — und Orgasmus zu befriedigen. Mit der Zeit „gewöhnen sich“ Paare an diese Lebensweise. Nach sehr langer Zeit können beim Mann sogar Erektionsprobleme auftreten.
Vaginismus kann bei jeder Person auftreten, die grundsätzlich zu sexueller Aktivität fähig ist. Im Allgemeinen wird Vaginismus in zwei Typen eingeteilt:
Frauen mit Vaginismus wird leider manchmal gesagt, dass „alles nur im Kopf“ sei, sie sich „mit Alkohol entspannen“ oder „Beruhigungsmittel“ nehmen sollten oder dass das Problem entstehe, weil sie „zu viel darüber nachdenken“. Solche Ansätze verringern das Selbstvertrauen der Frau noch mehr und geben ihr das Gefühl, „ihre Pflicht nicht erfüllt“ zu haben. Außerdem werden manchmal falsche Aussagen gemacht, wie dass das Problem durch Geschlechtsverkehr unter Narkose gelöst werden könne oder dass „nach dem Öffnen des Jungfernhäutchens keine Probleme mehr bestehen würden“. Bitte schenken Sie solchen Fehlinformationen keinen Glauben.
Wichtige Punkte bei der Behandlung von Vaginismus sind folgende;
Vaginismus ist eine behandelbare Erkrankung und sollte bei Vorliegen „nicht ignoriert“ werden.