Sommerdurchfall

Im Sommer treten bei Kindern vermehrt bestimmte Infektionskrankheiten auf, vor allem Durchfall.

Meist betrifft dies Kinder im Alter von 0 bis 5 Jahren und kann insbesondere bei Kindern unter 2 Jahren zu einem schweren Flüssigkeitsverlust führen.

Durch die steigenden Temperaturen und die höhere Luftfeuchtigkeit vermehren sich Mikroorganismen und ihre Giftstoffe in Lebensmitteln schneller. Auch Reisen, Schwimmbäder und das Baden im Meer erhöhen das Infektionsrisiko.

Symptome

Durchfall bedeutet mehr als drei flüssige Stühle pro Tag. Bei virusbedingtem Durchfall ist der Stuhl meist sehr wässrig, während bei bakteriellen oder parasitären Infektionen schleimiger oder manchmal blutiger Stuhl auftreten kann. Fieber, Erbrechen und Appetitlosigkeit können ebenfalls hinzukommen.

Da kleine Kinder einen höheren Wasseranteil im Körper haben, kann Flüssigkeitsverlust schneller entstehen. Neben Durst können Mundtrockenheit, Schwäche, Müdigkeit, weniger und dunkler Urin Anzeichen einer Austrocknung sein. In solchen Fällen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Ernährung und Behandlung

Bestimmte Bestandteile der Muttermilch schützen vor Durchfall und fördern die Heilung. Babys, die nicht gestillt werden, haben ein höheres Risiko. Deshalb sollte bei Durchfall weiter gestillt werden, auch wenn das Kind erbricht.

Größere Kinder sollten viel Wasser, Ayran und Kräutertees trinken. Lebensmittel, die den Verlust von Wasser und Mineralstoffen ausgleichen, sind wichtig. Äpfel, Pfirsiche, Bananen, gekochte Kartoffeln, Reisbrei und Joghurt enthalten viele Mineralstoffe wie Kalium.

Zur Behandlung werden probiotische Medikamente eingesetzt. Bei schleimigem oder blutigem Stuhl und hohem Fieber wird eine Stuhluntersuchung durchgeführt. Wenn das Kind keine Flüssigkeit trinken kann oder stark dehydriert ist, kann eine Infusion notwendig werden.

Vorbeugung

  • Achten Sie darauf, dass das Wasser zum Waschen von Lebensmitteln sauber ist.
  • Lebensmittel sollten nicht länger als 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen.
  • Möglichst keine im Freien verkauften Lebensmittel essen.
  • Das Meer sollte dem Schwimmbad vorgezogen werden; bei Schwimmbädern sollte auf Sauberkeit geachtet werden.
  • Auf gute Händehygiene achten und Kindern beibringen, sich nach dem Toilettengang und vor dem Essen die Hände zu waschen.
  • Außerdem sollten Babys im Alter von 2 Monaten die Rotavirus-Impfung erhalten.