In diesem Artikel möchte ich über den "detaillierten Ultraschall" oder das "Organscreening" sprechen, das oft mit Perinatologen assoziiert wird und aufgrund von Vorurteilen Ängste auslösen kann.
Der detaillierte Ultraschall wird idealerweise in der 20. Schwangerschaftswoche (zwischen der 18. und 22. Woche) durchgeführt und bietet vier wesentliche Vorteile:
Suche nach Anomalien: Er dient der Untersuchung genetischer oder struktureller Abnormitäten. Mit modernster Technik liegt die Erkennungsrate für schwere Fehler heute bei über 90 %.
Vorsorgliche Maßnahmen: Anzeichen für eine Frühgeburt (Gebärmutterhalslänge) oder Bluthochdruck (Präeklampsie) können mittels Doppler-Ultraschall frühzeitig erkannt und behandelt werden.
Hinweise auf Chromosomenanomalien: Ein Ultraschall allein kann kein Down-Syndrom diagnostizieren. Er liefert jedoch wichtige "Marker", die bei der Entscheidung für eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) helfen.
3D/4D & Farbdoppler: Diese Funktionen bieten Einblicke in die Gesundheit des Babys, die im normalen Schwarz-Weiß-Bild verborgen bleiben.
NIPT-Tests: DNA-Tests aus dem mütterlichen Blut untersuchen meist nur die häufigsten Chromosomenstörungen. Sie können keine organischen Fehlbildungen ausschließen. Daher ist der detaillierte Ultraschall auch nach einem unauffälligen NIPT-Test ratsam.