Achtung in den ersten 3 Monaten

Schwangere Frauen, die durch IVF schwanger geworden sind, müssen besonders in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft sorgfältiger überwacht werden.

Die Schwangerschaft einer Frau, die sich einer IVF-Behandlung unterzieht, bringt auch die Probleme mit sich, die mit zunehmendem Alter auftreten können. Da diese Probleme, die entweder von der Mutter oder vom Baby ausgehen können, ernst werden können, müssen die Kontrollen mit großer Sorgfalt durchgeführt werden.

Die Häufigkeit von Risikoschwangerschaften beträgt etwa eine von fünf Schwangerschaften. In Referenzzentren wie IVF-Zentren kann diese Rate jedoch auf jede zweite Schwangerschaft ansteigen.

Warum kann eine Schwangerschaft riskant sein?

Es ist wichtig, ob die werdende Mutter ein chronisches Gesundheitsproblem hat, ob sie in einer früheren Schwangerschaft ein medizinisches Problem hatte, das die Schwangerschaft riskant machte, oder ob eine Vorgeschichte von Schwangerschaftsverlusten vorliegt.

Außerdem:

  • Über 35 Jahre steigt die Wahrscheinlichkeit eines Babys mit chromosomalen Anomalien.
  • Unter 17 Jahren kann beim Baby eine Wachstumsverzögerung auftreten.
  • Bei Zwillings- oder Drillingsschwangerschaften steigt das Risiko einer Frühgeburt und ähnlicher Probleme bei Mehrlingsschwangerschaften.
  • Bei Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Blutarmut oder Gerinnungsstörungen steigt das Risiko.

Schwangerschaften, die durch IVF entstanden sind, gelten besonders in den ersten 3 Monaten als Risikoschwangerschaften. Es gibt jedoch Risiken, die mit der IVF-Methode zusammenhängen, und solche, die nicht damit zusammenhängen. In diesen Schwangerschaften, die meist in höherem Alter eintreten, sehen wir häufiger ein erhöhtes Risiko aufgrund des Alters und begleitender allgemeiner Gesundheitsprobleme.

Bei Frauen, die in ein IVF-Behandlungsprogramm aufgenommen werden, treten Gesundheitsprobleme wie Schilddrüsenerkrankungen, Insulinresistenz und Gerinnungsstörungen häufiger auf. Außerdem kommen chromosomale Anomalien häufiger vor. Während chromosomale Anomalien in der Allgemeinbevölkerung bei 2–3 % auftreten, liegt diese Rate bei Paaren, die sich einer IVF-Behandlung unterziehen, bei 5–6 %. Es besteht also bereits ein erhöhtes Risiko. Deshalb sind eine genetische Beratung vor der Schwangerschaft und eine größere Aufmerksamkeit gegenüber möglichen genetischen Störungen während der Schwangerschaft notwendig.

Warum sind die ersten 3 Monate anders?

12 Tage nach dem Embryotransfer wird ein Schwangerschaftstest durchgeführt. Während dieser Wartezeit werden einige unterstützende Behandlungen eingesetzt, um die Einnistung der Embryonen zu ermöglichen. Diese Medikamente müssen bis zur Bildung der Plazenta des Babys teilweise weiter eingenommen werden. Trotz der unterstützenden Medikamente ist jedoch das Risiko eines frühen Schwangerschaftsverlustes bei diesen Schwangerschaften etwas höher als in der Allgemeinbevölkerung.