Gebärmutteraufnahme (Hysterosalpingographie)
Grundsätzlich handelt es sich um eine radiologische Bildgebungstechnik, die die Darstellung und Beurteilung der Gebärmutterhöhle sowie der damit verbundenen Eileiter/Kanäle ermöglicht. Sie wird verwendet, um Probleme in der Gebärmutterhöhle oder den Kanälen festzustellen. Dank moderner technologischer Methoden kann sie recht einfach durchgeführt werden.
Warum wird sie durchgeführt?
Sie wird durchgeführt, um Formstörungen der Gebärmutter, Massen wie Myome oder Polypen, die die Gebärmutterhöhle beeinflussen können, Verwachsungen sowie Verstopfungen oder Schwellungen in den Eileitern festzustellen.
Wann wird sie durchgeführt?
Der ideale Zeitpunkt für die Untersuchung liegt zwischen dem 7. und 10. Tag nach Beginn der Menstruationsblutung. Der wichtigste Grund für diese Zeitspanne ist das Fehlen eines Schwangerschaftsrisikos in diesem Zeitraum. In dieser Phase ist die Gebärmutterschleimhaut im Vergleich zu späteren Tagen dünner, wodurch kleine Myome und Polypen leichter erkannt werden können.
Wie wird sie durchgeführt?
Die Gebärmutteraufnahme ist ein radiologisches Verfahren und wird durchgeführt, während die Patientin in gynäkologischer Untersuchungsposition liegt. Nach der Reinigung des Genitalbereichs wird ein normales gynäkologisches Spekulum (ein bei der Untersuchung verwendetes Instrument) eingesetzt, um den Gebärmutterhals sichtbar zu machen. Ein spezieller Katheter wird in den Gebärmutterhals eingeführt. Über den Katheter wird ein flüssiges Kontrastmittel verabreicht, das den Gebärmutterhalskanal, die Gebärmutterhöhle und die Eileiter füllt, und es werden Bilder aufgenommen. Während das Kontrastmittel die Gebärmutterhöhle und die Eileiter füllt und dehnt, können leichte Unterbauchschmerzen ähnlich Menstruationsschmerzen auftreten.
Die Untersuchung dauert in der Regel 5–10 Minuten. Zur Erhöhung des Patientenkomforts kann sie auf Wunsch auch unter Anästhesie durchgeführt werden.
Ist die Untersuchung schmerzhaft?
Dank technologischer Fortschritte kann die Untersuchung heute schmerzfrei und sehr einfach durchgeführt werden. Unter Berücksichtigung der Ängste und des Komforts der Patientinnen kann sie auch problemlos unter Sedierungsanästhesie durchgeführt werden.
Was ist nach der Untersuchung zu beachten?
Nach einer routinemäßigen Untersuchung können die Patientinnen ihren Alltag fortsetzen. Aufgrund des Zurückfließens eines Teils des verabreichten Kontrastmittels kann eine geringe Menge an öligem Ausfluss auftreten, gelegentlich kann auch eine leichte Blutung in Form von Schmierblutungen beobachtet werden.
Nach dem Eingriff wird jeder Patientin vorsorglich ein prophylaktisches Antibiotikum verabreicht. Diese Antibiotika müssen zur Vorbeugung von Infektionen unbedingt wie empfohlen eingenommen werden. Gelegentlich können Bauchschmerzen oder menstruationsähnliche Schmerzen auftreten; in diesem Fall können die empfohlenen Schmerzmittel verwendet werden.