İrenbe
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Hallo, ich schreibe diese Zeilen aus der Ferne, um der İrenbe-Familie noch einmal meinen unendlichen Dank auszusprechen. Besonders meine Dankbarkeit gegenüber meiner Ärztin Frau Ümit und den Pflegekräften kann ich kaum in Worte fassen.

Ich bin eine Frau, die mit 40 Jahren Mutter wurde und die als Kind auf die Frage, was sie einmal werden möchte, immer antwortete: „Ich werde Mutter.“ Jahrelang klappte es nicht. Ich war in der Schweiz bei vielen Ärzten, aber ohne Erfolg.

Eines Tages erzählte mir meine Mutter von İrenbe. Sie hatte es von einer Familie gehört, die dank İrenbe ein Kind bekommen hatte. Mein Mann und ich beschlossen, es zu versuchen.

Am Anfang dachten wir, dass uns ein schwieriger Prozess erwartet. Da wir in einem anderen Land lebten, hatten wir Bedenken, wie die Kontrollen und ähnliches ablaufen würden. Doch eine innere Stimme sagte uns, wir sollten es versuchen.

Im Januar 2014 kamen wir zur ersten Kontrolle. Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen – das Lächeln meiner Ärztin, die Motivation und die Hoffnung, die sie uns gab. Nach den Untersuchungen erhielt ich Medikamente und Spritzen zur Vorbereitung auf die IVF-Behandlung. Danach kehrten wir wieder in die Schweiz zurück und blieben dort bis Juni.

In dieser Zeit riss der Kontakt nie ab, wir standen ständig mit meiner Ärztin in Verbindung. Es fühlte sich an wie der längste Winter meines Lebens.

Und dann kam der Juni… Wir waren wieder in Izmir. Nur für drei Wochen. Nach einigen Behandlungen bei İrenbe wurde der Transfer innerhalb von zwei Wochen durchgeführt. Dieses Gefühl kann ich nicht beschreiben – Angst, Freude, Aufregung und Warten… Vier Tage nach dem Transfer kehrten wir zurück. Ich fing sogar wieder an zu arbeiten. Meine Ärztin sagte: „Das Baby wird sich an dich anpassen, nicht du an das Baby.“ Ich hörte auf sie. Am 10. Tag ließ ich gleich morgens einen Bluttest machen. „Das Ergebnis ist in zwei Stunden fertig“, sagten sie. Die Zeit blieb stehen. Dann klingelte mein Telefon und ich hörte das Wort „positiv“. Ich war auf der Straße und begann vor Glück zu weinen. Selbst jetzt, beim Schreiben, werden meine Augen feucht. Ich dachte immer: „Weint man vor Glück?“ – Ja, man tut es.

Ich hatte eine sehr angenehme Schwangerschaft. Mein Mann war meine größte Unterstützung. Er ließ mich nicht einmal meine Tasche tragen, geschweige denn Geschirr spülen. So vergingen unsere neun Monate. Während dieser Zeit wurde ich immer vom İrenbe-Team kontaktiert. Sie ließen uns nie allein. Nochmals vielen Dank an euch alle.
 
Mein kleines Baby war etwas ungeduldig. Sie kam am 14. März 2016, zwei Wochen zu früh, zur Welt. Als ich meine kleine Tochter, meinen Engel, in den Armen hielt, stand die Welt still. Ihr Duft, ihre Stimme – ich wurde mit ihr neu geboren. Es war eine Kaiserschnittgeburt. Am nächsten Tag war ich schon wieder auf den Beinen.

Sie zu sehen, sie zu berühren, ihren Duft zu spüren, nahm all meinen Schmerz. Worte reichen nicht aus, um meine Gefühle für meine Nazlı zu beschreiben. Sie ist mein Herz, der Sinn meines Lebens. Die Prinzessin ihres Vaters, die Freude unseres Hauses. Sie wächst, ist schon 19 Monate alt. Jetzt ist alles viel schöner. Vielen Dank an İrenbe, dass sie uns dieses Glück geschenkt haben.

Mit Liebe...