Wie wichtig sind die Laborbedingungen für den Erfolg einer IVF-Behandlung?
Einer der wichtigsten Faktoren bei IVF-Behandlungen sind die Laborbedingungen, und sie spielen eine äußerst entscheidende Rolle für den Behandlungserfolg. Um die maximale Effizienz aus dem Labor zu erzielen, sind in erster Linie ein gut geplantes und organisiertes Labor, moderne technische Ausstattung, erfahrene Embryologen, sorgfältiges Arbeiten und ein strenges Qualitätskontrollsystem erforderlich. Da die Faktoren, die den Erfolg bestimmen, immer in den Details verborgen liegen, müssen die Arbeitsumgebung und die Geräte regelmäßig und in kurzen Abständen kontrolliert und Probleme sofort behoben werden.
Wie wird die Begrenzung des Embryotransfers bei IVF angewendet?
Bei einer IVF-Behandlung variiert die Anzahl der zu transferierenden Embryonen zwischen 1 und 2. Bei der Festlegung der Embryonenanzahl werden das Alter der Frau, die Qualität der Embryonen und frühere IVF-Versuche berücksichtigt. Nach der in der Türkei geltenden Verordnung darf bei Frauen unter 35 Jahren in den ersten beiden IVF-Behandlungen 1 Embryo übertragen werden, danach höchstens 2 Embryonen. Bei Frauen ab 35 Jahren dürfen unabhängig von früheren IVF-Versuchen höchstens 2 Embryonen übertragen werden.
Wie wird entschieden, an welchem Tag die Embryonen übertragen werden?
Bevor entschieden wird, an welchem Tag der Embryotransfer durchgeführt wird, müssen das Embryologenteam und die Ärzte gemeinsam unter Berücksichtigung des Patientenprofils entscheiden.
Bei der Entscheidung über den Embryotransfer müssen bestimmte Faktoren berücksichtigt werden. Zunächst wird jeder Patient individuell bewertet: warum die IVF-Behandlung gewählt wurde, welche Ergebnisse frühere Versuche hatten, das Alter der Frau, die Entwicklungseigenschaften der Embryonen, ob eine PGT (Präimplantationsdiagnostik) durchgeführt wird, die Anzahl der gewonnenen Eizellen und der entwickelten Embryonen sowie deren tägliche Entwicklung. Danach wird entschieden, an welchem Tag der Transfer durchgeführt wird. Der Embryotransfer kann frühestens am 2. und spätestens am 6. Tag erfolgen, also an den Tagen 2, 3, 4, 5 oder 6.
Was geschieht mit nicht transferierten und nicht verwendeten Embryonen?
Qualitativ hochwertige Embryonen, die nach dem Transfer übrig bleiben, können eingefroren und aufbewahrt werden.
Diese Embryonen, die nicht transferiert wurden, aber eine hohe Schwangerschaftschance haben und sich qualitativ gut entwickeln, können eingefroren und später verwendet werden. Eingefrorene Embryonen können mit schriftlicher Zustimmung des Paares bis zu fünf Jahre aufbewahrt werden. Dadurch können die finanziellen und medizinischen Belastungen einer neuen IVF-Behandlung verringert werden.
Was bedeutet Blastozyste?
Um bei der Embryonenauswahl den besseren Embryo bestimmen zu können, werden Embryonen bis zum fünften Tag im Labor beobachtet. Embryonen, die am fünften Tag ein höheres Schwangerschaftspotenzial haben, werden als Blastozysten bezeichnet.
Nach der Befruchtung von Eizelle und Samenzelle beginnt sich die Zygote (befruchtete Eizelle) zu teilen und zu entwickeln. Dies geschieht sowohl bei natürlichen Schwangerschaften als auch bei einer IVF-Befruchtung. Nach der Befruchtung entwickelt sich die Eizelle zu einem Zellverband aus 2, 4 und 8 Zellen. Am zweiten und dritten Tag besteht sie aus 4–8 Zellen ohne Hohlraum. Am fünften Tag nach der Befruchtung entsteht ein Hohlraum im Inneren, umgeben von Zellen; dieses Stadium wird Blastozyste genannt. Bei einer natürlichen Schwangerschaft ist dies der Zustand des Embryos unmittelbar vor der Einnistung in die Gebärmutterwand.
In welchen Fällen kann eine Embryonen-Einfrierung durchgeführt werden?
Damit Embryonen-Einfrier- und Auftauverfahren wirksam eingesetzt werden können, muss das Zentrum eine sehr gute Kryokonservierung anbieten. Um den gewünschten Erfolg zu erzielen, spielen jedoch neben der technischen Ausstattung auch die Erfahrung der Embryologen eine Rolle.
Mit fortschrittlicher technischer Infrastruktur sind zunächst die Qualität und Auswahl der einzufrierenden Embryonen entscheidend. Danach sind die verwendete Methode und die Erfahrung der Embryologen wichtig. Deshalb unterscheiden sich die Erfolgsraten der IVF-Zentren trotz gleicher Leistungen deutlich.